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Rhythmus und Metrum

Wie Musik in der Zeit gemessen wird: Schlag und Tempo, Notenwerte und Pausen, Punkte und Haltebögen, einfache Taktarten wie 3/4 und 4/4, zusammengesetzte Taktarten wie 6/8 sowie Synkopen, Triolen und Auftakte. In jeder Einheit gibt es das Rhythmuslabor mit einem Mitklopf-Test, der jeden Schlag in Millisekunden bewertet, und die meisten Einheiten ergänzen ein Metronom für jede Taktart und Notenblöcke, die du zu Takten stapelst.

Fortschritt

Über diesen Kurs

Das aufziehbare Pendelmetronom wurde nach 1815 populär. Damals ließ Johann Nepomuk Maelzel, ein in Wien tätiger Erfinder und Schausteller, es patentieren. Die Konstruktion stammte jedoch nicht wirklich von ihm. Dietrich Nikolaus Winkel in Amsterdam hatte die entscheidende Idee bereits 1814 umgesetzt: ein Pendel mit zwei Gewichten, dessen Geschwindigkeit sich durch Verschieben eines Gewichts auf der Stange ändern lässt. Maelzel kopierte und verkaufte es. Das Wort verbindet die griechischen Wörter metron, Maß, und nomos, Regel. Beethoven wurde der erste bekannte Komponist, der Metronomangaben in seine Partituren schrieb. In alten Ausgaben steht noch M.M., die Abkürzung für Maelzels Metronom.

Die sechs Einheiten beginnen mit Grundschlag und Tempo: Bei 60 Schlägen pro Minute dauert ein Schlag genau eine Sekunde, bei 120 eine halbe. Es folgen Notenwerte und Pausen. Eine ganze Note dauert so lange wie 2 halbe Noten, 4 Viertel, 8 Achtel oder 16 Sechzehntel. Punktierungen und Haltebögen zeigen, dass ein Punkt den halben Wert hinzufügt. Eine punktierte halbe Note dauert also 3 Schläge, eine punktierte Viertel 1.5, wie im vierten Takt der Ode an die Freude. Die Einheit „Einfache Taktarten“ behandelt 2/4, 3/4 und 4/4: einen Marsch in 2, einen Walzer in 3 und die meisten Popsongs in 4. Die Einheit „Zusammengesetzte Taktarten“ zeigt 6/8 als zwei Schläge mit je drei Unterteilungen, das wiegende Gefühl von Row, Row, Row Your Boat. Die letzte Einheit setzt den Akzent auf die Und-Zählzeit, wie in Scott Joplins The Entertainer von 1902. Jede Einheit enthält das Rhythmuslabor und einen Test zum Mittippen, der jeden Anschlag in Millisekunden bewertet. Meist kommen ein Metronom für beliebige Taktarten und Notenblöcke zum Zusammensetzen von Takten hinzu.

Bevor du anfängst

Lautes Zählen hilft: Die Lektionen vergleichen einen gleichmäßigen Grundschlag mit den zugehörigen Noten und Pausen. Einfache Brüche helfen beim Unterteilen eines Schlags oder wenn ein Punkt den halben Notenwert hinzufügt. Im Rhythmuslabor kannst du beim Üben prüfen, wie genau du im Takt tippst.

Wenn du fertig bist

Du kannst Schläge in einem vorgegebenen Tempo zählen, Takte mit Noten und Pausen füllen und die Länge punktierter oder gebundener Noten berechnen. Du kannst einfache und zusammengesetzte Taktarten unterscheiden, 6/8 als zwei Dreiergruppen zählen und Synkopen, Triolen und Auftakte erkennen, während du deine Genauigkeit im Tipptest prüfst.

  1. 1Schlag und TempoBei 60 Schlägen pro Minute dauert ein Schlag genau eine Sekunde; bei 120 dauert er eine halbe Sekunde, und die Musik fühlt sich doppelt so schnell an.
  2. 2Notenwerte und PausenEine ganze Note dauert so lange wie 2 halbe Noten, 4 Viertelnoten, 8 Achtelnoten oder 16 Sechzehntelnoten.
  3. 3Punkte und HaltebögenEin Punkt fügt die Hälfte hinzu: Eine punktierte halbe Note dauert 3 Schläge und eine punktierte Viertelnote 1.5, der Lang-kurz-Schritt im vierten Takt der Ode an die Freude.
  4. 4Einfache Taktarten: 2/4, 3/4 und 4/4Ein Marsch geht in 2, ein Walzer dreht sich in 3, und die meisten Popsongs zählen in 4; in allen dreien teilt sich der Schlag in zwei gleiche Hälften.
  5. 5Zusammengesetzte Taktarten: 6/8, 9/8 und 12/8Sechs Achtelnoten lassen sich als drei Paare oder zwei Triolen zählen; 6/8 bedeutet zwei Schläge zu je drei, das Wiegen von Row, Row, Row Your Boat.
  6. 6Synkopen, Triolen und AuftakteBetonst du das „und“ statt des Schlags, bekommt der Rhythmus einen Vorwärtsdrang. Darauf beruhen die Klavier-Ragtimes von Scott Joplin, etwa The Entertainer von 1902.
Quellen zu diesem Kurs (10)
  • Open Music Theory, Gotham, Hamm, Hughes, Shaffer et al., chapters "Simple Meter and Time Signatures", "Compound Meter and Time Signatures", "Other Rhythmic Essentials" (viva.pressbooks.pub/openmusictheory, CC BY-SA; ideas only, no sentences copied): beat, simple meter divides in two, compound in three, compound beat is a dotted note, top numbers 2/3/4 and 6/9/12, beaming shows the beat, triplets and duplets as borrowed divisions, syncopation as off-beat accents made by ties, dots, rests or dynamics
  • Open Music Theory 1e "Meter and time signatures" (openmusictheory.github.io/meter.html): six standard meter types
  • musictheory.net lesson 15 "Simple and Compound Meter" (6/8 grouped in two dotted quarters is compound duple)
  • Wikipedia "Metronome" and "Maelzel's metronome" (Maelzel patent 1815, design based on Dietrich Nikolaus Winkel, word from Greek metron and nomos, Beethoven the first notable composer to give metronome marks)
  • Linda Hall Library, Scientist of the Day, Johann Nepomuk Maelzel (lindahall.org)
  • Wikipedia "Row, Row, Row Your Boat" (words printed 1852, modern tune with the words 1881, Eliphalet Oram Lyte, melody in 6/8)
  • Wikipedia "The Entertainer" (Scott Joplin rag, published 1902 by John Stark & Son, copyright registered 29 December 1902)
  • Melodies used are public domain: "Ah! vous dirai-je, maman" tune (Twinkle, 18th century)
  • Beethoven Symphony No. 9 finale theme (1824)
  • Row, Row, Row Your Boat (1881 tune).

Abgerufen: 2026-10-18