Schlagmuster
Im 4/4-Takt geht die Schlaghand auf jede Zahl nach unten und auf jedes „und“ nach oben, acht Bewegungen pro Takt, ob sie die Saiten berührt oder nicht.
Unten auf dem Schlag, oben dazwischen
Schlagen heißt, mit einem Plektrum oder den Fingern über mehrere Saiten zu streichen. Ein Abschlag geht vom tiefen E zum Boden hin; ein Aufschlag kommt zurück nach oben und erwischt meist nur die obersten drei oder vier Saiten. Zähle einen 4/4-Takt in Achteln: „1 und 2 und 3 und 4 und“. Die Regel, die jedes Muster leichter macht, lautet: Die Hand geht jedes Mal auf die Zahlen nach unten und auf die „unds“ nach oben, wie ein Pendel. Ein Muster entsteht, indem du wählst, welche dieser acht Bewegungen die Saiten wirklich berühren. Die anderen sind Leerschläge: Die Hand bewegt sich weiter, nur über den Saiten.
Vier Muster der Reihe nach lernen
Muster 1 sind vier Abschläge, einer pro Schlag. Es ist schlicht, aber nützlich und lässt dich nur an die Akkordwechsel denken. Muster 2 füllt jede Position: D U D U D U D U. Halte die Abschläge etwas lauter als die Aufschläge, damit der Schlag klar bleibt. Muster 3 hörst du in unzähligen Folk- und Popsongs: D, D U, U, D U. In Positionen heißt das D auf 1, D auf 2, U auf dem „und“ von 2, nichts auf 3, U auf dem „und“ von 3, D auf 4, U auf dem „und“ von 4. Der fehlende Abschlag auf Schlag 3 gibt ihm seinen Schwung. Deine Hand geht auf 3 trotzdem nach unten; sie verfehlt nur die Saiten. Dabei steht D für Abschlag und U für Aufschlag.
Muster 4 ist für Lieder im 3/4-Takt, etwa Walzer und viele Choräle. Zähle „1 und 2 und 3 und“ und spiele D auf 1, D auf 2, U auf dem „und“ von 2, D auf 3, U auf dem „und“ von 3. Ein sanfteres 3/4-Gefühl ist ein einzelner Basston auf Schlag 1, die tiefste Saite des Akkords, gefolgt von zwei leichten Schlägen auf den Schlägen 2 und 3. Diese Form aus Bass, Schlag, Schlag ist die älteste Begleitidee der Gitarre und passt zu langsamen Liedern in jeder Tonart.
Plektrum, Finger und Lautstärke
Ein dünnes Plektrum ist zum Schlagen am leichtesten, weil es sich über die Saiten biegt, statt daran hängen zu bleiben. Halte es zwischen Daumen und der Seite des Zeigefingers, sodass nur wenige Millimeter herausschauen. Bevorzugst du die Finger, schlage nach unten mit den Nagelrücken und nach oben mit der Daumen- oder Zeigefingerkuppe. Die Bewegung kommt überwiegend aus dem Drehen von Handgelenk und Unterarm, nicht aus dem Schwingen des Ellbogens. Halte den Arm locker; ein steifer Arm macht ungleiche Schläge und ermüdet schnell.
Probiere es aus
Zähle „1 und 2 und 3 und 4 und“ laut und tippe den G-Kasten auf den Positionen von Muster 3: tippe auf 1, 2, und, und, 4, und. Drücke dann auf „Abspielen“ und schlage mit G, C, G, D mit.
D, D U, U, D U. Hand auf jede Zahl nach unten, auf jedes und nach oben.
- Wie viele Schlagpositionen hat ein 4/4-Takt, in Achteln gezählt?
- Auf den „und“-Zählzeiten bewegt sich die Hand …
- nach oben
- nach unten
- sie bleibt stehen
- Wie viele Schläge berühren in Muster 3 (D, D U, U, D U) wirklich die Saiten?
- In Muster 3: Welcher Schlag hat einen Leer-Abschlag?
- Was ist ein Leerschlag?
- Die Hand bewegt sich, verfehlt aber die Saiten
- Ein sehr lauter Schlag
- Ein Schlag nur mit dem Daumen
- Wenn du bei 90 bpm im 4/4-Takt auf jeder Position ab und auf schlägst, wie viele Schläge spielst du pro Minute?
- Wie viele Schläge hat ein Takt im 3/4-Takt?
- Welches Plektrum ist zum Schlagen am leichtesten?
- Ein dünnes
- Ein sehr dickes
- Kein Unterschied
- Ein Aufschlag erwischt meist …
- die obersten drei oder vier Saiten
- nur das tiefe E
- alle sechs Saiten gleichmäßig
- Hand auf die Zahlen nach unten, auf die „unds“ nach oben, immer.
- Die Muster legen fest, welche der acht Bewegungen die Saiten berühren.
- Muster 3: D, D U, U, D U, mit einem Leerschlag auf Schlag 3.
- Probiere im 3/4-Takt einen Basston auf 1 und leichte Schläge auf 2 und 3.
Quellen zu diesem Kurs (10)
- Wikipedia "Standard tuning", guitar E2 A2 D3 G3 B3 E4, fourths with a major third between G and B, written an octave higher than it sounds (en.wikipedia.org/wiki/Standard_tuning)
- Wikipedia "Capo (musical device)", capotasto, Doni 1640, James Ashborn patent 1850, capo affects only the open strings (en.wikipedia.org/wiki/Capo_(musical_device))
- The Metropolitan Museum of Art, Daniel Wheeldon, "The Spanish Guitar" (metmuseum.org/essays/the-spanish-guitar)
- Classical Guitar magazine, "10 Classical Guitar Innovations from Antonio de Torres" (classicalguitarmagazine.com/10-classical-guitar-innovations-from-antonio-de-torres)
- Wikipedia "Antonio de Torres Jurado" (en.wikipedia.org/wiki/Antonio_de_Torres_Jurado)
- Wikipedia "I-IV-V-I" (en.wikipedia.org/wiki/I–IV–V–I)
- Library of Congress, Amazing Grace collection, words written 1772 to 1773 and printed in Olney Hymns 1779 (loc.gov/collections/amazing-grace/articles-and-essays/dissemination-of-amazing-grace.html)
- Museum of the Bible, "How Sweet the Sound", tune NEW BRITAIN in Columbian Harmony 1829 and first paired with Newton's text by William Walker in The Southern Harmony 1835 (museumofthebible.org/how-sweet-the-sound)
- String frequencies computed with f = 440 × 2^((m − 69) / 12)
- fret positions computed with d = L × (1 − 2^(−n / 12)).
Abgerufen: 2026-10-17