Magma und Lava
Am Kilauea steckte ein Geologe ein Thermoelement in Lava, die 3 km vom Schlot entfernt austrat, und maß 1100 °C.
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Dasselbe Gestein, zwei Namen
Geschmolzenes Gestein unter der Oberfläche heißt Magma. Sobald es aus einem Vulkan austritt, heißt dasselbe Material Lava. Die USGS beschreibt Magma als Gemisch aus Gesteinsschmelze, Kristallen und gelöstem Gas. Als Vorstellungshilfe empfiehlt sie eine ungeöffnete Limonadenflasche mit Sandkörnern darin. Die Schmelze besteht überwiegend aus Sauerstoff und Silicium, dazu kommen Aluminium, Eisen, Magnesium, Calcium, Natrium, Kalium, Titan und Mangan. Beim Abkühlen wachsen Kristalle verschiedener Minerale, bis festes magmatisches Gestein entsteht. Mehr als 80 Prozent der Erdoberfläche über und unter dem Meeresspiegel sind vulkanischen Ursprungs.
Magma entsteht in einer Tiefe von mehreren zehn Kilometern. Es ist leichter als das umgebende feste Gestein und wird daher durch Auftrieb nach oben gedrückt. Das darin gelöste Gas erhöht den Druck, ähnlich wie die Kohlensäure in der geschüttelten Flasche. Das Magma bahnt sich einen Weg durch Schwächezonen und Risse. Oft sammelt es sich zunächst in einem Speicher, einer Magmakammer, wenige Kilometer unter dem Vulkan. Findet es einen Weg nach draußen, beginnt ein Ausbruch. Manchmal fließt die Schmelze einfach als Lavastrom aus. Manchmal schießt sie als Wolke aus Gesteinsfragmenten, sogenannter Tephra, und Gas in die Luft. Die feinsten Teilchen, die Asche, sind ungefähr so dick wie ein Haar und können durch starke Höhenwinde um die Erde getragen werden.
Wie heiß ist Lava?
Die USGS nennt Lavaseen, Lavaströme, Lavadome und pyroklastische Ströme als Erscheinungen, die etwa 1200 °C erreichen können. Ihre Temperatur zu messen ist gefährlich. Deshalb stecken Forschende ein Thermoelement nur dort in die Lava, wo sie mehrere Minuten sicher stehen können. Am Kilauea ergab eine solche Messung 1100 °C. Zum Vergleich: Ein Küchenofen erreicht höchstens etwa 250 °C, und Dampfaustritte an Vulkanen reichen von der Siedetemperatur bis etwa 400 °C. Lava glüht wegen ihrer hohen Temperatur. Beim Abkühlen wird ihre Oberfläche dunkel, obwohl das Innere noch geschmolzen ist.
Dünnflüssig oder zäh
Für die Form eines Vulkans und die Art seiner Ausbrüche ist die Viskosität des Magmas entscheidend, also seine Zähflüssigkeit. Nach Angaben des BGS fließt dünnflüssige Basaltlava vor dem Abkühlen weit und bildet deshalb breite, flache Hänge. Zähes Magma, etwa der über Subduktionszonen häufige Andesit, fließt nicht weit. Es häuft sich am Schlot an, und eingeschlossenes Gas kann nur schwer entweichen. Der Druck steigt, bis es sich gewaltsam befreit. Deshalb führt zähes Magma eher zu explosiven Ausbrüchen. Stell dir vor, du bläst mit einem Strohhalm erst in Wasser, das sanft blubbert, und dann in dickflüssigen Sirup, in dem die Blasen mit einem Plopp aufplatzen.
Wo entsteht Magma? Vor allem an drei Orten. An mittelozeanischen Rücken steigt heißes Mantelmaterial in die Lücke zwischen auseinanderdriftenden Platten. Über Subduktionszonen erleichtert Wasser aus der absinkenden Platte das Schmelzen des darüberliegenden Mantels. Und an Hotspots wie Hawaii schmilzt laut Hawaiian Volcano Observatory Mantelgestein durch Hitze teilweise auf, beginnend in etwa 200 bis 400 km Tiefe. Der weitere Kurs folgt diesen drei Umgebungen.
| Magma | Geschmolzenes Gestein, Kristalle und Gas unter der Oberfläche |
| Lava | Magma, das an die Oberfläche ausgetreten ist; bis etwa 1200 °C |
| Tephra | In die Luft geschleuderte Gesteinsfragmente; die feinsten bilden Asche |
| Viskosität | Zähflüssigkeit: Dünnflüssiger Basalt fließt weit, zähes Magma hält Gas zurück und explodiert |
| Magmakammer | Magmaspeicher wenige Kilometer unter einem Vulkan |
- Wie heißt geschmolzenes Gestein, das an die Oberfläche ausgetreten ist?
- Lava
- Magma
- Asche
- Basalt
- Wie heiß kann Lava laut USGS ungefähr werden (°C)?
- Warum steigt Magma auf?
- Es ist leichter als das umgebende Gestein, und Gas erhöht den Druck
- Der Mond zieht es an
- Regen drückt es nach oben
- Erdbeben saugen es hoch
- Welches Magma führt eher zu explosiven Ausbrüchen?
- Zähes, hochviskoses Magma
- Dünnflüssiger Basalt
- Kaltes Wasser
- Jedes Magma gleichermaßen
- Vulkanische Ascheteilchen sind ungefähr so dick wie …
- Ein Haar
- Ein Ziegelstein
- Ein Auto
- Eine Münze
- Welcher Anteil der Erdoberfläche ist vulkanischen Ursprungs?
- Mehr als 80 %
- Etwa 5 %
- Etwa 30 %
- Weniger als 1 %
- Welche beiden Elemente machen den größten Teil des Magmas aus?
- Sauerstoff und Silicium
- Gold und Silber
- Wasserstoff und Helium
- Kohlenstoff und Stickstoff
- Ein Lavastrom hatte eine Temperatur von 1100 °C. Um wie viel Grad ist das heißer als ein Ofen bei 250 °C?
- In welcher Tiefe beginnt laut HVO das Schmelzen unter Hawaii?
- Etwa 200 bis 400 km
- Etwa 1 km
- Etwa 2900 km
- An der Oberfläche
- Unter der Erde Magma, darüber Lava; Gesteinsschmelze + Kristalle + Gas.
- Lava wird bis zu etwa 1200 °C heiß.
- Auftrieb und Gasdruck treiben Magma durch Risse in eine Kammer und nach draußen.
- Dünnflüssiger Basalt fließt weit; zähes Magma hält Gas zurück und explodiert.
Quellen zu diesem Kurs (23)
- USGS Volcano Hazards Program, About Volcanoes (usgs.gov/programs/VHP/about-volcanoes): magma and lava, cinder cones, composite volcanoes, shield volcanoes, lava domes, about 1,350 potentially active volcanoes
- USGS VHP, Temperatures at the surface reflect temperatures below the ground (lava up to about 1,200 °C; Kilauea flow 1,100 °C)
- USGS FAQ How much of the Earth is volcanic? (more than 80% of the surface)
- British Geological Survey, Discovering Geology: Types of volcano (bgs.ac.uk/discovering-geology/earth-hazards/volcanoes/how-volcanoes-form/): slopes 30 to 35° and under 10°, Tambora caldera 6 km wide and 1.1 km deep
- BGS Volcanic hazards (pyroclastic flows 100 to 600 °C, 110 km/h or faster)
- USGS Yellowstone Volcano Observatory, The Volcanic Explosivity Index (usgs.gov/observatories/yvo/news/volcanic-explosivity-index-a-tool-comparing-sizes-explosive-volcanic) and VHP image description of the VEI (VEI 0 under 10,000 m³, VEI 8 over 1,000 km³, tenfold steps above VEI 2)
- US National Park Service, Volcanic Explosivity Index (nps.gov/subjects/volcanoes/volcanic-explosivity-index.htm): Novarupta 1912 about 30 times Mount St. Helens, Huckleberry Ridge 2,450 km³
- Smithsonian Global Volcanism Program eruption records (volcano.si.edu): VEI of Mount St. Helens 1980 (5)
- Pinatubo 1991 (6)
- Tambora 1815 (7)
- USGS Fact Sheet 113-97, The cataclysmic 1991 eruption of Mount Pinatubo (pubs.usgs.gov/fs/1997/fs113-97/)
- USGS This Dynamic Earth, Hotspots and The long trail of the Hawaiian hotspot (pubs.usgs.gov/gip/dynamic/hotspots.html, Hawaiian.html)
- USGS Hawaiian Volcano Observatory, Evolution of Hawaiian volcanoes (usgs.gov/observatories/hvo/evolution-hawaiian-volcanoes) and Volcano Watch: Kamaʻehuakanaloa (2022)
- USGS Earthquake Hazards Program, Earthquake magnitude, energy release and shaking intensity (usgs.gov/programs/earthquake-hazards/earthquake-magnitude-energy-release-and-shaking-intensity): tenfold amplitude and about 32 times energy per whole magnitude
- USGS HVO Volcano Watch, What was that on the Richter scale? (about 31.6 times energy per unit, 1,000 times per two units)
- USGS FAQ How are earthquakes measured? (moment magnitude)
- USGS, Are you ready to ShakeOut? (usgs.gov/news/featured-story/are-you-ready-shakeout-october-19): Drop, Cover, and Hold On
- NOAA National Weather Service, Tsunami safety during a tsunami (weather.gov/safety/tsunami-during)
- USGS Pyroclastic flow hazards at Mount St. Helens (over 100 km/h, over 400 °C; at least 17 pyroclastic flows on 18 May 1980)
- USGS Volcanic Ash Impacts, Mt St Helens 1980 emergency management (volcanoes.usgs.gov/volcanic_ash/mount_st_helens_emergency_management.html)
- USGS Earthquake magnitude page, Northridge (3 to 11 miles deep) and Nisqually (30 to 36 miles deep)
- General safety information only
- follow local officials.
Abgerufen: 2026-10-17