Was ist ein Biom?
Das kalifornische Hartlaubgebüsch und das Buschland am Mittelmeer liegen Tausende Kilometer auseinander. Trotzdem sind beide Strauchlandschaften, in denen der Regen vor allem im Winter fällt.
Gleiches Klima, ähnliches Aussehen
Fliegst du von Los Angeles nach Südspanien oder an die Küste bei Perth in Australien, ähneln sich die Hügel erstaunlich: niedrige, widerstandsfähige Sträucher, trockene Sommer und eine Brandsaison. Die Pflanzen gehören verschiedenen Arten an, lösen aber dieselben Probleme auf ähnliche Weise. Ein Biom ist eine große Gruppe von Ökosystemen mit ähnlichem Klima und den daran angepassten Pflanzen und Tieren. OpenStax Biology unterscheidet acht große Landbiome, die vor allem von zwei Größen bestimmt werden: Temperatur und Niederschlagsmenge.
Diese acht sind tropischer Regenwald, Savanne, subtropische Wüste, Hartlaubgebüsch, Grasland gemäßigter Breiten, Wald gemäßigter Breiten, borealer Nadelwald und arktische Tundra. Polare Eisflächen und Hochgebirge werden auf den meisten Karten getrennt dargestellt. Laut National Geographic Education gibt es keine einheitliche Zahl: Manche Forschende zählen sechs Biome, andere acht, manche sogar 11. Die Kategorien helfen beim Vergleichen von Orten; sie sind keine Mauern in der Natur. Jedes Biom enthält große Vielfalt. OpenStax vergleicht die Sonora-Wüste in Arizona voller Saguaro-Kakteen mit der kahlen Felswüste von Boa Vista auf den Kapverden.
| Biom | Jahresniederschlag (cm) |
|---|---|
| Subtropische Wüste | unter 30 |
| Grasland gemäßigter Breiten | 25 bis 75 |
| Hartlaubgebüsch | 65 bis 75, vor allem im Winter |
| Borealer Nadelwald | 40 bis 100, überwiegend als Schnee |
| Wald gemäßigter Breiten | 75 bis 150 |
| Tropischer Regenwald | 125 bis 660 |
| Arktische Tundra | sehr gering |
Zwei Größen bestimmen den größten Teil der Einteilung
Die Temperatur entscheidet, wie lange Pflanzen jährlich wachsen können und ob Wasser flüssig oder als Eis gebunden ist. Der Niederschlag entscheidet, ob genug Wasser für Bäume, nur für Gräser oder kaum für Pflanzen vorhanden ist. Die Tabelle oben mit OpenStax-Werten zeigt die großen Spannen. Ein tropischer Regenwald erhält jährlich 125 cm bis 660 cm, eine subtropische Wüste unter 30 cm. Dazwischen liegen Grasländer mit 25 cm bis 75 cm und Wälder gemäßigter Breiten mit 75 cm bis 150 cm. Wo Regen für Bäume nicht reicht, dominieren Gräser; wo es selbst dafür zu trocken ist, Wüstenpflanzen.
Auch der Zeitpunkt zählt. Hartlaubgebüsch erhält jährlich 65 cm bis 75 cm, etwa so viel wie feuchtes Grasland. Das meiste fällt aber im Winter, sodass die Sommer sehr trocken sind und viele Pflanzen dann ruhen. Zwei Orte mit derselben Jahresmenge können deshalb ganz unterschiedliche Vegetation tragen.
Woher das Klima kommt
Wenn du dich bereits mit Jahreszeiten und Klimazonen beschäftigt hast, weißt du, warum die Tropen ganzjährig warm sind und die Pole lange dunkle Winter haben: Sonnenhöhe und Tageslänge ändern sich mit der geografischen Breite. Biome folgen demselben Muster. Tropische Regenwälder liegen am Äquator. Subtropische Wüsten liegen zwischen etwa 15° und 30° Nord und Süd um die beiden Wendekreise. Borealer Nadelwald zieht sich durch Kanada, Alaska, Russland und Nordeuropa, nördlich davon liegt Tundra. Ozeane, Berge und Winde verändern dieses Muster. Deshalb findet sich dasselbe Biom auf verschiedenen Kontinenten in ähnlichen Breiten.
Mit der Tabelle kannst du selbst einordnen. Etwa 50 cm Jahresregen, heiße Sommer und kalte Winter passen zu Grasland gemäßigter Breiten. Mit mehr Regen, etwa 100 cm über das Jahr verteilt, und denselben Wintern passt Wald gemäßigter Breiten. Bleibt es regenreich, aber ganzjährig warm, geht es in Richtung Tropenwald. Echte Grenzen sind unscharf; Boden, Feuer und Weidetiere verschieben sie ebenfalls.
Zum Drehen ziehen. Zum Zoomen scrollen oder zwei Finger auseinander- oder zusammenziehen.
| Tropischer Regenwald | 20 bis 34 °C, 125 bis 660 cm Regen, immergrün, nahe dem Äquator |
| Savanne | Grasland mit vereinzelten Bäumen, langer Trockenzeit und Feuer |
| Subtropische Wüste | Unter 30 cm Regen, 15° bis 30° geografische Breite |
| Hartlaubgebüsch | Sträucher, 65 bis 75 cm Regen vor allem im Winter, Feuer |
| Grasland gemäßigter Breiten | Prärie oder Steppe, 25 bis 75 cm, heiße Sommer und kalte Winter |
| Wald gemäßigter Breiten | Laubabwerfende Bäume, 75 bis 150 cm, −30 bis 30 °C |
| Borealer Nadelwald | Taiga: Nadelbäume, 40 bis 100 cm überwiegend als Schnee |
| Arktische Tundra | Niedrige Pflanzen, Permafrost, 10 bis 12 Wochen Vegetationszeit |
- Welche beiden Faktoren bestimmen hauptsächlich ein Landbiom?
- Temperatur und Niederschlag
- Bodenfarbe und Wind
- Nur Tageslänge und Höhenlage
- Wie viele große Landbiome nennt OpenStax?
- Wie viele Biome zählen manche Forschende laut National Geographic Education höchstens?
- Welches Biom erhält weniger als 30 cm Jahresniederschlag?
- Subtropische Wüste
- Wald gemäßigter Breiten
- Hartlaubgebüsch
- Hartlaubgebüsch und feuchtes Grasland können ähnliche Regenmengen erhalten. Was unterscheidet sich?
- Der Zeitpunkt des Regens
- Die Bodenfarbe
- Die Tageslänge
- Die feuchtesten tropischen Regenwälder erhalten jährlich 660 cm, die trockensten 125 cm. Wie oft passt die kleinere Menge in die größere? Zwei Nachkommastellen.
- Subtropische Wüsten liegen um ...
- den nördlichen und südlichen Wendekreis
- den Äquator
- den nördlichen Polarkreis
- Warum kommt dasselbe Biom auf mehreren Kontinenten vor?
- Orte in ähnlichen Breiten können ein ähnliches Klima haben
- Menschen haben die Pflanzen dorthin gebracht
- Alle Kontinente haben denselben Boden
- Ordne diese Biome vom geringsten zum höchsten Jahresregen (nach dem unteren Ende jedes Bereichs).
- Ein Biom fasst Ökosysteme mit ähnlichem Klima und ähnlichen Lebensformen zusammen.
- OpenStax: acht große Landbiome; andere Einteilungen zählen sechs bis 11.
- Temperatur und Niederschlag bestimmen den Großteil der Einteilung; auch der Regenzeitpunkt zählt.
- Biome folgen der geografischen Breite, verändert durch Ozeane, Berge und Winde.
Quellen zu diesem Kurs (19)
- OpenStax Biology 2e (, per the page notice on 2026-10-17) 44.3 Terrestrial Biomes: eight major biomes set by temperature and precipitation
- tropical wet forest 20 to 34 °C, 125 to 660 cm, 11 to 12 h of sun, 100 to 300 tree species per hectare (2.5 acres)
- savannas in Africa, South America and northern Australia, 24 to 29 °C
- subtropical deserts 15° to 30°, under 30 cm, soil surface above 60 °C, nights near 0 °C, as low as 2 cm
- cold deserts 25 to below −30 °C
- chaparral 65 to 75 cm, winter rain
- temperate grasslands 25 to 75 cm
- temperate forests −30 to 30 °C, 75 to 150 cm
- boreal forest 40 to 100 cm
- arctic tundra winter average −34 °C, summer 3 to 12 °C, growing season 10 to 12 weeks, permafrost (openstax.org/books/biology-2e/pages/44-3-terrestrial-biomes)
- 44.4 Aquatic Biomes: photic zone about 200 m, Challenger Deep about 11,000 m, average ocean depth 4,267 m, abyssal zone 4,000 m or more, coral reefs within 30° of the equator and more than 4,000 fish species, estuaries, lakes, rivers, wetlands, bogs (.../pages/44-4-aquatic-biomes)
- 46.1: ocean over 70% of the surface, freshwater 1.8%, phytoplankton 40% of photosynthesis (.../pages/46-1-ecology-of-ecosystems)
- National Geographic Education, Biomes collection: six, eight or as many as 11 biomes (education.nationalgeographic.org/resource/resource-library-biomes)
- Mongabay, Tropical forest loss falls in 2025, 29 April 2026, citing Global Forest Watch: Brazil, DRC and Indonesia top three for remaining tropical forest (news.mongabay.com/2026/04/tropical-forest-loss-falls-in-2025-but-world-still-off-track-on-deforestation-goals/)
- OpenStax 45.6: species richness highest near the equator, lowest near the poles (.../pages/45-6-community-ecology)
- NOAA National Ocean Service, How far does light travel in the ocean?: sunlight zone to 200 m, twilight 200 to 1,000 m, midnight 1,000 to 4,000 m, abyss 4,000 to 6,000 m, hadal 6,000 m and deeper (oceanservice.noaa.gov/facts/light_travel.html)
- NOAA news releases on the Gulf of America hypoxic zone: 2017 record 8,776 square miles (noaa.gov/media-release/gulf-of-mexico-dead-zone-is-largest-ever-measured)
- 2025 forecast 5,574 and measured 4,402 (noaa.gov/news-release/gulf-of-america-dead-zone-below-average-scientists-find)
- 2026 measured 1,332, second smallest in 40 years, goal 1,900 by 2035 (noaa.gov/news-release/noaa-and-partners-find-smaller-than-anticipated-hypoxic-zone-in-gulf-of-america).
Abgerufen: 2026-10-17