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Tropische Regenwälder und Savannen

Ein einziger Hektar Amazonasregenwald, etwa zweieinhalb Acre, beherbergt im Mittel 100 bis 300 Baumarten.

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Finde die Länder am Äquator: Brasilien, die Demokratische Republik Kongo und Indonesien besitzen große tropische Regenwaldflächen.

Ein Wald ohne Jahreszeiten

Tropische Feuchtwälder, auch tropische Regenwälder genannt, wachsen in Äquatorregionen. Ungewöhnlich ist, wie wenig sich im Jahresverlauf ändert. OpenStax nennt Temperaturen von 20 °C bis 34 °C. Jeder Monat hat nahezu 11 oder 12 Stunden lange Tage, also keine langen Sommer- oder kurzen Wintertage. Deshalb können Pflanzen ganzjährig wachsen, nicht nur im Frühling, Sommer und Herbst. Die breiten Blätter fallen nach und nach und werden laufend ersetzt, nie alle zugleich. So bleibt der Wald immergrün.

Der Regen ist die veränderliche Größe. Die Jahresmenge reicht von 125 cm bis 660 cm. Feuchte Monate können mehr als 30 cm bringen, trockene weniger als 10 cm. Selbst der trockenste Regenwaldmonat kann aber den gesamten Jahresregen mancher Wüsten übertreffen. Wärme, Licht und Wasser zugleich machen tropische Regenwälder zum produktivsten Landbiom, mit sehr hoher Nettoprimärproduktion und mehr Baumarten als in jedem anderen Biom.

Stockwerke vom Boden bis zum Himmel

Viel Vielfalt entsteht durch die Waldstockwerke. OpenStax beschreibt sie von unten nach oben. Am Waldboden wachsen nur wenige Pflanzen zwischen verrottenden Blättern, weil wenig Licht durchkommt. Darüber liegt der Unterwuchs aus niedrigen strauchigen Pflanzen. Es folgt eine Baumschicht mit geschlossenem Kronendach aus Ästen und Blättern, durch das einzelne Urwaldriesen hinausragen. Jedes Stockwerk hat eigene Licht-, Feuchtigkeits- und Nahrungsverhältnisse und beherbergt eigene Pflanzen, Pilze und Tiere. Manche Tiere verbringen ihr ganzes Leben Meter über dem Boden. Aufsitzerpflanzen, die auf anderen Pflanzen wachsen, ohne ihnen zu schaden, sind auf hohen Ästen im Kronendach häufig.

Savannen: Gras mit wenigen Bäumen

Savannen sind Grasländer mit vereinzelten Bäumen in Afrika, Südamerika und Nordaustralien. Sie sind heiß; OpenStax nennt durchschnittlich etwa 24 °C bis 29 °C. Eine lange Trockenzeit vertragen Waldbäume jedoch schlechter als Gräser und krautige Blütenpflanzen. Feuer ist eine regelmäßige Störung. Savannenpflanzen besitzen tiefe, gut entwickelte Wurzelsysteme und können rasch wieder austreiben, nachdem ein Feuer die oberirdischen Teile verbrannt hat.

Savannen und Regenwälder liegen vielerorts nebeneinander. Ihre Grenze hängt stark von der jährlichen Wasserverteilung ab. Bei kurzer Trockenzeit schließen Bäume ihr Kronendach zum Wald. Bei langer Trockenzeit und häufigen Bränden behalten Gräser die Oberhand.

Warum die Tropen so artenreich sind

Laut OpenStax ist der Artenreichtum in äquatornahen Ökosystemen mit oft warmen Temperaturen, viel Regen und geringen jahreszeitlichen Schwankungen am höchsten und nahe den Polen am niedrigsten. Hohe Produktivität an der Basis des Nahrungsnetzes ernährt viele Konsumenten darüber. Der Stockwerkbau des Waldes bietet viele Lebensräume. Laut 2026 von Mongabay veröffentlichten Global-Forest-Watch-Daten besitzen Brasilien, die Demokratische Republik Kongo und Indonesien die größten verbliebenen Tropenwaldflächen. Was dort mit den Wäldern geschieht, betrifft deshalb Arten weit über die Landesgrenzen hinaus.

  1. Wie hoch ist die höchste Temperatur im OpenStax-Bereich für tropische Regenwälder?
  2. Wie viele Grad liegen zwischen dem höchsten und niedrigsten Wert dieses Bereichs?
  3. Warum können Regenwaldpflanzen ganzjährig wachsen?
    • Temperatur und Tageslänge ändern sich jahreszeitlich kaum
    • Sie bekommen nie Regen
    • Der Boden gefriert im Winter
  4. Ein trockener Regenwaldmonat kann weniger als wie viele cm Regen haben?
  5. Obergrenze der Baumartenzahl pro Hektar im Amazonasgebiet (OpenStax)?
  6. Ordne die Regenwaldstockwerke vom Boden nach oben an.
  7. Pflanzen, die auf anderen wachsen, ohne ihnen zu schaden, heißen ...
    • Epiphyten
    • Parasiten
    • Destruenten
  8. Auf welchen Kontinenten verortet OpenStax Savannen?
    • Afrika, Südamerika und Nordaustralien
    • Europa und Antarktika
    • Nur Asien
  9. Warum stehen in einer Savanne nur wenige Bäume?
    • Lange Trockenzeit und häufige Brände
    • Zu viel Regen
    • Kein Sonnenlicht
  10. Wie vielen Acre entspricht ungefähr ein Hektar?
Das Wichtigste
  • Regenwald: 20 bis 34 °C, 125 bis 660 cm, ganzjährig 11 bis 12 h lange Tage.
  • Höchste Produktivität und größte Baumartenzahl aller Landbiome.
  • Stockwerke: Boden, Unterwuchs, Kronendach, Urwaldriesen.
  • Savanne: Gras mit vereinzelten Bäumen, lange Trockenzeit, Feuer.
Quellen zu diesem Kurs (19)
  • OpenStax Biology 2e (, per the page notice on 2026-10-17) 44.3 Terrestrial Biomes: eight major biomes set by temperature and precipitation
  • tropical wet forest 20 to 34 °C, 125 to 660 cm, 11 to 12 h of sun, 100 to 300 tree species per hectare (2.5 acres)
  • savannas in Africa, South America and northern Australia, 24 to 29 °C
  • subtropical deserts 15° to 30°, under 30 cm, soil surface above 60 °C, nights near 0 °C, as low as 2 cm
  • cold deserts 25 to below −30 °C
  • chaparral 65 to 75 cm, winter rain
  • temperate grasslands 25 to 75 cm
  • temperate forests −30 to 30 °C, 75 to 150 cm
  • boreal forest 40 to 100 cm
  • arctic tundra winter average −34 °C, summer 3 to 12 °C, growing season 10 to 12 weeks, permafrost (openstax.org/books/biology-2e/pages/44-3-terrestrial-biomes)
  • 44.4 Aquatic Biomes: photic zone about 200 m, Challenger Deep about 11,000 m, average ocean depth 4,267 m, abyssal zone 4,000 m or more, coral reefs within 30° of the equator and more than 4,000 fish species, estuaries, lakes, rivers, wetlands, bogs (.../pages/44-4-aquatic-biomes)
  • 46.1: ocean over 70% of the surface, freshwater 1.8%, phytoplankton 40% of photosynthesis (.../pages/46-1-ecology-of-ecosystems)
  • National Geographic Education, Biomes collection: six, eight or as many as 11 biomes (education.nationalgeographic.org/resource/resource-library-biomes)
  • Mongabay, Tropical forest loss falls in 2025, 29 April 2026, citing Global Forest Watch: Brazil, DRC and Indonesia top three for remaining tropical forest (news.mongabay.com/2026/04/tropical-forest-loss-falls-in-2025-but-world-still-off-track-on-deforestation-goals/)
  • OpenStax 45.6: species richness highest near the equator, lowest near the poles (.../pages/45-6-community-ecology)
  • NOAA National Ocean Service, How far does light travel in the ocean?: sunlight zone to 200 m, twilight 200 to 1,000 m, midnight 1,000 to 4,000 m, abyss 4,000 to 6,000 m, hadal 6,000 m and deeper (oceanservice.noaa.gov/facts/light_travel.html)
  • NOAA news releases on the Gulf of America hypoxic zone: 2017 record 8,776 square miles (noaa.gov/media-release/gulf-of-mexico-dead-zone-is-largest-ever-measured)
  • 2025 forecast 5,574 and measured 4,402 (noaa.gov/news-release/gulf-of-america-dead-zone-below-average-scientists-find)
  • 2026 measured 1,332, second smallest in 40 years, goal 1,900 by 2035 (noaa.gov/news-release/noaa-and-partners-find-smaller-than-anticipated-hypoxic-zone-in-gulf-of-america).

Abgerufen: 2026-10-17