Meeres- und Süßwasserbiome
Sonnenlicht dringt selten tiefer als 200 m ins Meer. Der Meeresboden liegt aber im Mittel etwa 4267 m tief.
Wasser bedeckt den größten Teil der Erde
Meeresökosysteme bedecken laut OpenStax mehr als 70 % der Erdoberfläche, Süßwasserökosysteme nur etwa 1.8 %. Phytoplankton, winzige treibende Meeresalgen und -bakterien, leistet etwa 40 % der gesamten Fotosynthese der Erde. Meeresnahrungsnetze sind deshalb für jedes atmende Tier wichtig. Wasserbiome werden nicht nach Niederschlag eingeteilt. Entscheidend sind Lichttiefe, Salzgehalt, Temperatur und Wasserbewegung durch Strömungen und Gezeiten.
Licht- und Tiefenzonen
Wasser absorbiert Licht, selbst wenn es völlig klar ist. Laut NOAA lässt sich Licht bis in 1000 m Tiefe nachweisen. Unter 200 m gibt es aber selten nennenswertes Licht. Die oberen 200 m bilden die Sonnenlichtzone. Hier findet fast die gesamte Fotosynthese statt und arbeitet der größte Teil der kommerziellen Fischerei. Von 200 m bis 1000 m reicht die Dämmerzone, zu dunkel für Fotosynthese. Unter 1000 m herrscht Dunkelheit: die Mitternachtszone bis 4000 m, das Abyssal von 4000 m bis 6000 m und darunter das Hadal in den Tiefseegräben. Der tiefste Punkt, das Challengertief im Marianengraben, liegt etwa 11 000 m tief.
Leben im Dunkeln hängt von Nahrung von oben ab. Wenn Plankton und seine Fresser sterben, sinken ihre Körper ab. Deshalb ist der Meeresboden, das Benthal, nährstoffreich. Seegurken, Würmer, Schwämme und Fische leben vom herabfallenden Material. An hydrothermalen Quellen, meist im Abyssal, bilden chemosynthetische Bakterien die Basis eines eigenen Nahrungsnetzes.
Riffe und Flussmündungen
Korallenriffe wachsen in warmem, flachem und sonnenbeschienenem Wasser innerhalb von 30° nördlich und südlich des Äquators. Riffbildende Korallen leben mit fotosynthetischen Algen in ihrem Gewebe zusammen, die den größten Teil ihrer Nahrung liefern. Auf Riffen leben mehr als 4000 Fischarten. OpenStax warnt: Wärmeres Wasser lässt Korallen diese Algen ausstoßen, die sogenannte Korallenbleiche. Mehr Kohlenstoffdioxid versauert zudem das Meer und erschwert den Skelettaufbau. Ästuare entstehen, wo Flüsse ins Meer münden. Der Salzgehalt ihres Brackwassers verändert sich mit jeder Tide, ein- oder zweimal täglich. Sie sind Kinderstuben für Fische, Krebse und Schalentiere.
Seen, Flüsse und Todeszonen
In Seen und Teichen begrenzen meist Stickstoff und Phosphor das Wachstum. Zu viel davon aus Abwasser oder Dünger führt zu Algenblüten. Sterben die Algen und werden abgebaut, verbrauchen Bakterien den Sauerstoff und Fische sterben. Dasselbe geschieht im Meer. Die NOAA misst jährlich die sommerliche Todeszone im Golf von Amerika. Der Rekord von 8776 Quadratmeilen stammt aus 2017. Für 2025 wurden 5574 Quadratmeilen vorhergesagt und 4402 gemessen. 2026 maß man 1332 Quadratmeilen, den zweitkleinsten Wert in 40 Messjahren. Kurz vor der Untersuchung hatte aber Tropensturm Bertha sauerstoffreiches Wasser bis zum Meeresboden durchmischt. Das Ziel von 1900 Quadratmeilen bis 2035 gilt für das Fünfjahresmittel. Dieses lag laut NOAA 2026 bei 3745 Quadratmeilen, fast doppelt so hoch wie das Ziel. Ein einzelnes Jahr mit einer kleinen Todeszone klärt den Trend nicht.
| Sonnenlichtzone (photische Zone) | Obere 200 m; fast die gesamte Fotosynthese |
| Benthal | Der Meeresboden, von der Küste bis zum tiefsten Graben |
| Korallenbleiche | Warmes Wasser lässt Korallen ihre nahrungsbildenden Algen verlieren |
| Ästuar | Flussmündung ins Meer; Brackwasser |
| Todeszone | Sauerstoffarmes Wasser nach dem Abbau einer Algenblüte |
- Wie viel Prozent der Erdoberfläche bedecken Süßwasserökosysteme (OpenStax)?
- Welchen ungefähren Anteil der gesamten Fotosynthese leistet Phytoplankton?
- Unter welcher Tiefe gibt es im Meer selten nennenswertes Sonnenlicht?
- Ordne die Zonen von flach nach tief an.
- Wie oft passt die mittlere Meerestiefe (4267 m) in die Tiefe des Challengertiefs (etwa 11 000 m)? Zwei Nachkommastellen.
- Warum ist der tiefe Meeresboden nährstoffreich?
- Tote Organismen sinken von oben herab
- Sonnenlicht erreicht ihn
- Flüsse fließen an ihm entlang
- Innerhalb wie vieler Grad vom Äquator kommen Korallenriffe vor?
- Was ist Korallenbleiche?
- Korallen verlieren in warmem Wasser ihre Algen
- Sand bedeckt ein Riff
- Korallen wachsen zu schnell
- 2025: 5574 Quadratmeilen vorhergesagt, 4402 gemessen. Um wie viel Prozent war der Messwert kleiner? Auf eine ganze Zahl gerundet.
- Was löst eine Todeszone aus?
- Zu viele Nährstoffe fördern Algen
- Zu wenig Sonnenlicht
- Zu viele Fische
- Ozeane bedecken über 70 % der Erde; Phytoplankton leistet etwa 40 % der Fotosynthese.
- Lichtzonen: Sonnenlicht bis 200 m, Dämmerung bis 1000 m, danach Dunkelheit.
- Riffe: warmes Flachwasser innerhalb von 30° vom Äquator; Bleiche und Versauerung bedrohen sie.
- Zusätzlicher Stickstoff und Phosphor verursachen Algenblüten und Todeszonen.
Quellen zu diesem Kurs (19)
- OpenStax Biology 2e (, per the page notice on 2026-10-17) 44.3 Terrestrial Biomes: eight major biomes set by temperature and precipitation
- tropical wet forest 20 to 34 °C, 125 to 660 cm, 11 to 12 h of sun, 100 to 300 tree species per hectare (2.5 acres)
- savannas in Africa, South America and northern Australia, 24 to 29 °C
- subtropical deserts 15° to 30°, under 30 cm, soil surface above 60 °C, nights near 0 °C, as low as 2 cm
- cold deserts 25 to below −30 °C
- chaparral 65 to 75 cm, winter rain
- temperate grasslands 25 to 75 cm
- temperate forests −30 to 30 °C, 75 to 150 cm
- boreal forest 40 to 100 cm
- arctic tundra winter average −34 °C, summer 3 to 12 °C, growing season 10 to 12 weeks, permafrost (openstax.org/books/biology-2e/pages/44-3-terrestrial-biomes)
- 44.4 Aquatic Biomes: photic zone about 200 m, Challenger Deep about 11,000 m, average ocean depth 4,267 m, abyssal zone 4,000 m or more, coral reefs within 30° of the equator and more than 4,000 fish species, estuaries, lakes, rivers, wetlands, bogs (.../pages/44-4-aquatic-biomes)
- 46.1: ocean over 70% of the surface, freshwater 1.8%, phytoplankton 40% of photosynthesis (.../pages/46-1-ecology-of-ecosystems)
- National Geographic Education, Biomes collection: six, eight or as many as 11 biomes (education.nationalgeographic.org/resource/resource-library-biomes)
- Mongabay, Tropical forest loss falls in 2025, 29 April 2026, citing Global Forest Watch: Brazil, DRC and Indonesia top three for remaining tropical forest (news.mongabay.com/2026/04/tropical-forest-loss-falls-in-2025-but-world-still-off-track-on-deforestation-goals/)
- OpenStax 45.6: species richness highest near the equator, lowest near the poles (.../pages/45-6-community-ecology)
- NOAA National Ocean Service, How far does light travel in the ocean?: sunlight zone to 200 m, twilight 200 to 1,000 m, midnight 1,000 to 4,000 m, abyss 4,000 to 6,000 m, hadal 6,000 m and deeper (oceanservice.noaa.gov/facts/light_travel.html)
- NOAA news releases on the Gulf of America hypoxic zone: 2017 record 8,776 square miles (noaa.gov/media-release/gulf-of-mexico-dead-zone-is-largest-ever-measured)
- 2025 forecast 5,574 and measured 4,402 (noaa.gov/news-release/gulf-of-america-dead-zone-below-average-scientists-find)
- 2026 measured 1,332, second smallest in 40 years, goal 1,900 by 2035 (noaa.gov/news-release/noaa-and-partners-find-smaller-than-anticipated-hypoxic-zone-in-gulf-of-america).
Abgerufen: 2026-10-17