Winkel mit dem Winkelmesser messen
Eine volle Drehung sind 360 Grad, also ist ein Grad der 360. Teil einer Drehung. Ein Schul-Winkelmesser trägt 180 davon an seinem gebogenen Rand.
Was ein Winkel ist
Öffne eine Schere ein wenig, dann weit. Die Klingen bleiben gleich lang, und trotzdem ändert sich offensichtlich etwas: wie weit die Schere geöffnet ist. Genau das misst ein Winkel. OpenStax beschreibt einen Winkel als zwei Strahlen mit einem gemeinsamen Anfangspunkt. Der gemeinsame Punkt heißt Scheitelpunkt, die beiden Strahlen sind die Schenkel des Winkels. Weil Strahlen unendlich weit gehen, hat die Länge, mit der du sie zeichnest, nichts mit der Größe des Winkels zu tun. Ein winziger Winkel mit langen Schenkeln bleibt winzig.
Man kann es sich auch anders vorstellen: Halte einen Strahl fest und dreh den anderen um den Scheitelpunkt. Der Winkel ist das Maß der Drehung. Drehst du den beweglichen Strahl ganz herum, bis er wieder auf dem ersten liegt, hat er eine volle Umdrehung überstrichen, also 360 Grad, geschrieben 360°. Eine halbe Drehung sind 180°, eine Vierteldrehung 90°.
Einen Winkel benennen
Einen Winkel benennt man mit drei Punkten: einem auf jedem Schenkel und dem Scheitelpunkt in der Mitte. Der Winkel unten heißt ∠ABC und ist derselbe Winkel wie ∠CBA. Liegt an einem Scheitelpunkt nur ein Winkel, kannst du den Namen zu ∠B abkürzen. Für seine Größe schreibt man m∠ABC = 38°, gelesen „die Größe des Winkels ABC beträgt 38 Grad“. Der Buchstabe des Scheitelpunkts steht immer in der Mitte; ∠BAC wäre ein anderer Winkel, nämlich der bei A.
Warum gerade 360?
Einen Winkelmesser ablesen
Ein Winkelmesser hat an seiner geraden Kante eine kleine Mittelmarke und am gebogenen Rand zwei Zahlenreihen: eine läuft von rechts von 0 bis 180, die andere von links von 0 bis 180. Um einen Winkel zu messen, legst du die Mittelmarke genau auf den Scheitelpunkt und richtest die gerade Kante an einem Schenkel aus. Dann folgst du dem anderen Schenkel bis zur Skala und liest die Markierung ab, die er schneidet. Nimm die Zahlenreihe, die auf der Seite des angelegten Schenkels bei 0 beginnt. OpenStax ergänzt, dass der häufigste Fehler eine Mittelmarke ist, die nicht auf dem Scheitelpunkt liegt. Dann ist der abgelesene Wert einfach falsch.
Zum Drehen ziehen. Zum Zoomen scrollen oder mit zwei Fingern ziehen.
Bevor du die Skala abliest, schätze ungefähr, wie groß der Winkel ist. Ist er schmaler als die Ecke eines Blatts Papier, liegt er unter 90°. Ein abgelesener Wert von 140° stammt dann aus der falschen Zahlenreihe, und die Antwort ist 40°. Diese eine Gewohnheit fängt die meisten Fehler beim Winkelmessen ab. Bei einem Winkel über 180° misst du die kleinere Öffnung auf der anderen Seite und ziehst sie von 360° ab.
- Der Scheitelpunkt von ∠PQR ist:
- Q
- P
- R
- der Bogen
- Wie viel Grad hat eine halbe Drehung?
- Wie viel Grad hat eine Vierteldrehung?
- Ein Rad dreht sich um ein Achtel einer vollen Drehung. Wie viel Grad sind das?
- Du zeichnest die Schenkel eines Winkels doppelt so lang. Der Winkel:
- bleibt gleich
- verdoppelt sich
- halbiert sich
- wird 180°
- Ein Winkel ist deutlich schmaler als ein rechter Winkel, aber du liest 125° am Winkelmesser ab. Der Winkel ist:
- 55°
- 125°
- 35°
- 235°
- Die kleine Öffnung auf einer Seite eines Winkels misst 70°. Wie groß ist die große Öffnung auf der anderen Seite?
- Wie viele Winkelminuten (′) sind 1.5°?
- Wohin gehört die Mittelmarke des Winkelmessers?
- auf den Scheitelpunkt
- ans Ende eines Schenkels
- irgendwohin auf einen Schenkel
- auf den Bogen
- Der Minutenzeiger einer Uhr dreht sich in 60 Minuten einmal ganz herum. Um wie viel Grad dreht er sich in einer Minute?
- Ein Winkel: zwei Strahlen von einem Scheitelpunkt. Seine Größe ist die Drehung zwischen ihnen.
- Volle Drehung 360°, halbe Drehung 180°, Vierteldrehung 90°; 1° = 60′.
- Scheitelpunkt in der Mitte des Namens: ∠ABC; Größe m∠ABC.
- Winkelmesser: Mittelmarke auf den Scheitelpunkt, Grundlinie an einen Schenkel, die Zahlenreihe ablesen, die dort bei 0 beginnt.
- Zuerst schätzen; über 180° die kleine Seite von 360° abziehen.
Quellen zu diesem Kurs (5)
- OpenStax, Contemporary Mathematics : 10.2 Angles (angle = two rays with a common endpoint, the vertex; naming ∠ABC and m∡; protractor use, centre mark on the vertex; acute < 90°, right 90°, obtuse between 90° and 180°, straight 180°; adjacent, supplementary (sum 180°), complementary (sum 90°), vertical angles equal; a transversal of two parallel lines makes eight angles numbered 1 to 8, alternate interior 3 and 6, 4 and 5, alternate exterior 2 and 7, 1 and 8, corresponding 1 and 5, 3 and 7, 2 and 6, 4 and 8: openstax.org/books/contemporary-mathematics/pages/10-2-angles)
- 10.3 Triangles (interior angles add to 180°; Thales is credited with the equal base angles of an isosceles triangle and with vertical angles being equal: .../pages/10-3-triangles)
- 10.4 Polygons, Perimeter, and Circumference (interior angle sum S = (n − 2)180°, heptagon 900°: .../pages/10-4-polygons-perimeter-and-circumference)
- OpenStax Precalculus 2e 5.1 Angles (one degree is 1/360 of a full rotation; radian: openstax.org/books/precalculus-2e/pages/5-1-angles)
- MacTutor History of Mathematics, University of St Andrews, "The trigonometric functions" (Ptolemy divides the circle into 360° showing Babylonian influence; 30′ is half of 1°: mathshistory.st-andrews.ac.uk/HistTopics/Trigonometric_functions/)
Abgerufen: 2026-10-17