Verkettung von Funktionen
Für f(x) = 2x + 1 und g(x) = 3 − x gilt f(g(x)) = 7 − 2x, aber g(f(x)) = 2 − 2x. Die Reihenfolge ändert das Ergebnis.
Rabatt und Gutschein: Was kommt zuerst?
Zwei Möglichkeiten, einen Artikel für $50 zu bezahlen. Der Laden gewährt 10% Rabatt, d(x) = 0.9x, und du hast außerdem einen Gutschein über $5, c(x) = x − 5. Erst Rabatt, dann Gutschein: c(d(50)) = 45 − 5 = 40 Dollar. Erst Gutschein, dann Rabatt: d(c(50)) = 0.9 × 45 = 40.50 Dollar. Ein Unterschied von fünfzig Cent. In beiden Fällen wurde der Ausgabewert einer Funktion direkt in die andere eingesetzt. Nur die Reihenfolge war anders, und dadurch änderte sich der Rechnungsbetrag.
Von Sit-ups zu Kalorien: Die innere Funktion wirkt zuerst
Manchmal ist der Ausgabewert einer Funktion der Eingabewert der nächsten. OpenStax beschreibt eine Person, die Sit-ups macht: s(t) ist die Anzahl der Sit-ups in t Minuten und c(s) die durch s Sit-ups verbrannte Kalorienmenge. Um von Minuten zu Kalorien zu kommen, bestimmst du zuerst die Sit-ups, dann die Kalorien: c(s(t)). Diese Verkettung schreibt man (c ∘ s)(t) = c(s(t)) und liest „c verkettet mit s“. Die zuletzt, also innen geschriebene Funktion wirkt zuerst.
f(g(x)) = 7 − 2x, aber g(f(x)) = 2 − 2x
Um f(g(1)) mit f(x) = 2x + 1 und g(x) = 3 − x zu berechnen, gehst du von innen nach außen vor. Zuerst g(1) = 3 − 1 = 2. Dann f(2) = 2 × 2 + 1 = 5. Für eine Formel setzt du das gesamte g(x) für x in f ein: f(g(x)) = 2(3 − x) + 1 = 6 − 2x + 1 = 7 − 2x. Probe mit x = 1: 7 − 2 = 5, wie zuvor. Die andere Reihenfolge ergibt g(f(x)) = 3 − (2x + 1) = 2 − 2x und g(f(1)) = g(3) = 0. Die beiden Verkettungen sind verschiedene Funktionen. Die Verkettung ist also nicht kommutativ.
f(g(2)) ist nicht f(2) · g(2)
Verwechsle Verkettung nicht mit Multiplikation. f(g(x)) bedeutet „g(x) in f einsetzen“, während f(x)g(x) „die beiden Ausgabewerte multiplizieren“ bedeutet. Für f(x) = x² und g(x) = x + 1 gilt f(g(2)) = f(3) = 9, aber f(2) · g(2) = 4 × 3 = 12. Auch hier zählt die Reihenfolge: g(f(2)) = g(4) = 5. Manche Paare liefern in beiden Reihenfolgen dieselbe Funktion, etwa f(x) = 4x und g(x) = x/2 mit jeweils 2x. Das ist aber die Ausnahme.
Zuerst den inneren Wert nachschlagen und auch den Definitionsbereich von innen prüfen
Verkettung funktioniert auch mit Tabellen. Steht in einer Tabelle g(2) = 5 und in einer anderen f(5) = 1, dann ist f(g(2)) = f(5) = 1. Du musst nur zuerst den inneren Wert nachschlagen. Beim Definitionsbereich kommt etwas hinzu: x muss für g zulässig sein und g(x) für f. Für f(x) = 1/x und g(x) = x − 3 gilt f(g(x)) = 1/(x − 3). Bei x = 3 funktioniert das nicht, weil g(3) = 0 nicht in f eingesetzt werden darf. Umgekehrt kannst du eine komplizierte Funktion zerlegen: h(x) = (x − 3)² ist f(g(x)) mit g(x) = x − 3 innen und f(x) = x² außen.
Das Labor zeigt beide Reihenfolgen als zwei Maschinenketten. Wähle f und g aus den Listen und ändere den Eingabewert x. Die obere Kette schickt x erst durch g, dann durch f; die untere erst durch f, dann durch g. Die Anzeige schreibt beide Verkettungen als Formeln aus. So siehst du, ob die Reihenfolge bei deinem gewählten Paar eine Rolle spielt.
Zum Drehen ziehen. Zum Zoomen scrollen oder zwei Finger auseinander- oder zusammenziehen.
- Für f(x) = 2x + 1 und g(x) = 3 − x: Was ist f(g(1))?
- Was ist g(f(1)) für dieselben Funktionen?
- Welche Formel ist f(g(x)) für f(x) = 2x + 1, g(x) = 3 − x?
- 7 − 2x
- 2 − 2x
- −2x² + 5x + 3
- 4 + x
- Für f(x) = x² und g(x) = x + 1: Was ist f(g(2))?
- Für f(x) = x² und g(x) = x + 1: Was ist g(f(2))?
- Für f(x) = 4x und g(x) = x/2: Was ist (f ∘ g)(6)?
- Welche Funktion wirkt bei (f ∘ g)(x) zuerst?
- g
- f
- Beide wirken gleichzeitig
- Das hängt von x ab
- h(x) = (x − 3)² ist f(g(x)). Welches Paar passt?
- g(x) = x − 3, f(x) = x²
- g(x) = x², f(x) = x − 3
- g(x) = x, f(x) = x − 9
- g(x) = 3x, f(x) = x²
- Eine Tabelle enthält g(2) = 5, eine andere f(5) = 1. Was ist f(g(2))?
- Für f(x) = 1/x und g(x) = x − 3: Welches x gehört nicht zum Definitionsbereich von f(g(x))?
- Für f(x) = x + 4 und g(x) = 3x wird f(g(2)) als f(2) = 6, dann g(6) = 18 berechnet. Das ist g(f(2)). f(g(2)) beginnt innen: g(2) = 6, dann f(6) = 10.
- Für dasselbe Paar f(g(x)) = (x + 4)(3x) schreiben. Das ist das Produkt f(x)g(x). Bei der Verkettung steht 3x anstelle von x in f: f(g(x)) = 3x + 4.
- Für f(x) = x² + x und g(x) = x + 1 wird f(g(x)) = (x + 1)² + x geschrieben. Beide x in f werden ersetzt: (x + 1)² + (x + 1) = x² + 3x + 2.
- (f ∘ g)(x) = f(g(x)): zuerst g anwenden, dann f.
- Rechne von innen nach außen; ersetze für eine Formel jedes x durch das gesamte g(x).
- Verkettung ist nicht kommutativ: f(g(x)) und g(f(x)) sind meist verschieden.
- Zum Definitionsbereich gehört x nur, wenn x für g und g(x) für f zulässig ist.
Quellen zu diesem Kurs (8)
- Curriculum: 교육부 고시 제2022-33호 [별책 8] 수학과 교육과정 (ncic.re.kr/inv/org/download.do?year=2022&seq=10003559&orgType=ogi4, PDF read 2026-10-19: 중학교 1~3학년군 [9수02-06] 그래프 해석(증가와 감소), [9수02-14] 함수의 개념·함숫값, 용어 함수·함숫값·기울기·평행이동, 고려 사항 「한 양이 변함에 따라 다른 양이 하나씩 정해지는 두 양 사이의 대응 관계를 이용하여 도입」; 고등학교 공통수학2 [10공수2-01-06] 평행이동, [10공수2-01-07] 원점·x축·y축·직선 y = x에 대한 대칭이동, [10공수2-03-01] 함수의 개념(두 집합 사이의 대응 관계), [10공수2-03-02] 합성함수, [10공수2-03-03] 역함수, 용어 정의역·치역·공역·대응·일대일대응·일대일함수·합성함수·역함수, 기호 f: X → Y, g ∘ f, (g ∘ f)(x), y = g(f(x)), f⁻¹, y = f⁻¹(x), 교수·학습 용어 조건제시법; 미적분Ⅰ 용어 구간·닫힌구간·열린구간 [a, b], (a, b), 평균변화율, [12미적Ⅰ-02-07] 증가와 감소, 극댓값·극솟값)
- Textbook: OpenStax, College Algebra 2e, 3.1 Functions and Function Notation (relation, domain and range of ordered pairs, {(1, 2), (2, 4), (3, 6), (4, 8), (5, 10)}, the odd/even relation that is not a function, coffee menu prices, vertical line test, horizontal line test, one-to-one: openstax.org/books/college-algebra-2e/pages/3-1-functions-and-function-notation)
- Textbook: OpenStax, College Algebra 2e, 3.2 Domain and Range (no even root of a negative number, no division by 0, interval notation with brackets and parentheses, (0, 100] for "more than 0 and at most $100", {(2, 10), (3, 10), (4, 20), (5, 30), (6, 40)}: .../pages/3-2-domain-and-range)
- Textbook: OpenStax, College Algebra 2e, 3.3 Rates of Change and Behavior of Graphs (average rate of change, increasing and decreasing intervals, local maxima and minima: .../pages/3-3-rates-of-change-and-behavior-of-graphs)
- Textbook: OpenStax, College Algebra 2e, 3.4 Composition of Functions (f(g(x)); f(x) = 2x + 1 and g(x) = 3 − x give f(g(x)) = 7 − 2x and g(f(x)) = −2x + 2, so composition is not commutative; c(s) calories and s(t) sit-ups; f(x) = 1/x and g(x) = x − 3: .../pages/3-4-composition-of-functions)
- Textbook: OpenStax, College Algebra 2e, 3.5 Transformation of Functions (g(x) = f(x) + k vertical shift, f(x − h) horizontal shift, −f(x) and f(−x) reflections, af(x) stretches and compressions, roof vent example S(t) = V(t) + 20 (open vent area in square feet plus 20): .../pages/3-5-transformation-of-functions)
- Textbook: OpenStax, College Algebra 2e, 3.7 Inverse Functions (f⁻¹ is not an exponent and not 1/f, C = (5/9)(F − 32), 75 °F is about 24 °C, 26 °C is about 79 °F, x² restricted to [0, ∞), reflection about y = x: .../pages/3-7-inverse-functions)
- History block only: MacTutor, University of St Andrews, The function concept (Leibniz, August 1673, the word "function"; Johann Bernoulli's letter of 2 September 1694; Euler, Introductio in analysin infinitorum 1748 and Institutiones calculi differentialis 1755; Dirichlet 1837; Goursat 1923 "y = f(x)": mathshistory.st-andrews.ac.uk/HistTopics/Functions)
Abgerufen: 2026-10-18