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Transformationen von Graphen

Der Graph von y = (x − 3)² + 1 entsteht aus y = x² durch Verschiebung um 3 nach rechts und 1 nach oben. Der Scheitelpunkt wandert von (0, 0) nach (3, 1).

Schätze zuerst: Verschiebt x − 3 die Kurve nach links oder rechts?

Beginne im Labor, noch vor den Regeln. Dort ist g(x) = (x − 3)² + 1 über der gestrichelten Grundfunktion y = x² eingezeichnet. Schätze, bevor du genauer hinsiehst: Verschiebt x − 3 die Kurve nach links oder rechts? Suche nun den roten markanten Punkt. Er liegt bei (3, 1). Also nach rechts. Setze k auf −2, und die ganze Kurve sinkt. Setze a auf −2, und sie wird gespiegelt und schmaler. Merke dir die erste Überraschung: Ein Minuszeichen verschiebt den Graphen nach rechts. Der Rest der Einheit erklärt, warum.

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g(x) = (x − 3)² + 1 im Vergleich zur gestrichelten Grundfunktion y = x². Probiere a = −2 oder wähle als Grundfunktion √x oder |x|.

Vier Grundgraphen an ihrer Form erkennen

Einige Grundgraphen solltest du an ihrer Form erkennen: y = x², die Parabel; y = |x|, ein V mit der Spitze im Ursprung; y = √x, die Hälfte einer seitlich liegenden Parabel, die im Ursprung beginnt; und y = x³, die durch den Ursprung steigt und dort kurz waagerecht verläuft. OpenStax nennt sie Werkzeugkastenfunktionen. Die meisten Graphen, denen du begegnest, entstehen aus ihnen durch Verschieben, Spiegeln oder Strecken. Vier Regeln beschreiben diese Änderungen. Kennst du die Grundfunktion und die Regeln, kannst du den neuen Graphen in wenigen Sekunden ohne Wertetabelle skizzieren.

Außen 20 addieren hebt den Graphen der Dachöffnungen um 20 an

Eine außerhalb der Funktion addierte Konstante verschiebt den Graphen nach oben oder unten. Bei g(x) = f(x) + k wächst jeder Ausgabewert um k. Für k > 0 wandert der Graph um k Einheiten nach oben, für k < 0 nach unten. OpenStax beschreibt ein umweltfreundliches Gebäude, dessen Dachlüftungen sich tagsüber öffnen und schließen: V(t) ist die offene Lüftungsfläche in Quadratfuß, t Stunden nach Mitternacht. Lässt die Gebäudeverwaltung tags und nachts 20 Quadratfuß zusätzlich offen, gilt S(t) = V(t) + 20. Derselbe Graph liegt nun um 20 höher. Nur die Ausgabewerte ändern sich, die Eingabewerte bleiben gleich.

Warum x − 3 den Graphen nach rechts statt nach links verschiebt

Eine Änderung am Eingabewert verschiebt den Graphen seitwärts. Die Richtung überrascht dabei oft. Der Graph von g(x) = f(x − h) ist der um h Einheiten nach rechts verschobene Graph von f. Frage zur Erklärung, wo g den Ausgabewert annimmt, den f bei 0 hatte: g(x) = f(0) gilt, wenn x − h = 0, also bei x = h. Alles passiert h Einheiten später. Daher ist (x − 3)² um 3 nach rechts verschoben und |x + 2| = |x − (−2)| um 2 nach links. Ein Minuszeichen in der Klammer bedeutet rechts, ein Pluszeichen links.

Ein Minus außen vertauscht oben und unten, innen links und rechts

Ein vorangestelltes Minuszeichen, g(x) = −f(x), kehrt das Vorzeichen jedes Ausgabewerts um. Der Graph wird an der x-Achse gespiegelt: −√x verläuft unterhalb statt oberhalb der Achse. Ein Minus beim Eingabewert, g(x) = f(−x), spiegelt an der y-Achse: √(−x) beginnt im Ursprung und verläuft nach links. Multipliziert man die Ausgabewerte mit einer positiven Zahl a, wird der Graph für a > 1 in y-Richtung gestreckt und für 0 < a < 1 gestaucht. Daher ist 2|x| ein steileres V und (1/2)x² eine breitere Parabel.

Gestrichelt: y = |x|. Durchgezogen: y = 2|x − 2| − 1, um 2 nach rechts verschoben, mit Faktor 2 gestreckt und um 1 nach unten verschoben. Die Spitze wandert von (0, 0) nach (2, −1).

Verfolge einen Punkt, der übrige Graph folgt mit

Für g(x) = a f(x − h) + k lässt sich der Graph zuverlässig skizzieren, indem du einige Punkte der Grundfunktion verfolgst. Ein Punkt (x, y) auf f wird zu (x + h, a·y + k) auf g. Der Punkt (4, 2) liegt auf y = √x; bei y = √(x − 1) + 3 wird daraus (5, 5). Die Spitze (0, 0) von |x| wird bei y = 2|x − 3| + 1 zu (3, 1). Kehre zum Labor oben zurück, wähle eine Grundfunktion, verändere a, h und k und beobachte den roten markanten Punkt. Die Anzeige nennt die Verschiebungen der Reihe nach und zeigt, wo zwei weitere Punkte landen.

  1. Wie unterscheidet sich der Graph von g(x) = x² + 3 von y = x²?
    • Um 3 nach oben
    • Um 3 nach unten
    • Um 3 nach rechts
    • Um 3 nach links
  2. Wie unterscheidet sich g(x) = (x − 4)² von y = x²?
    • Um 4 nach rechts
    • Um 4 nach links
    • Um 4 nach oben
    • Um 4 nach unten
  3. Wie unterscheidet sich g(x) = |x + 2| von y = |x|?
    • Um 2 nach links
    • Um 2 nach rechts
    • Um 2 nach oben
    • Um 2 nach unten
  4. Wie sieht der Graph von g(x) = −√x im Vergleich zu y = √x aus?
    • An der x-Achse gespiegelt
    • An der y-Achse gespiegelt
    • Um 1 nach unten verschoben
    • Mit Faktor 2 gestreckt
  5. Wo liegt der Scheitelpunkt von g(x) = (x + 1)² − 5?
    • (−1, −5)
    • (1, −5)
    • (−1, 5)
    • (1, 5)
  6. Wo liegt die Spitze von y = 2|x − 3| + 1?
    • (3, 1)
    • (−3, 1)
    • (3, 2)
    • (1, 3)
  7. Wie unterscheidet sich y = (1/2)x² von y = x²?
    • In y-Richtung gestaucht (breiter)
    • In y-Richtung gestreckt (schmaler)
    • Um 1/2 nach unten verschoben
    • Gespiegelt
  8. (4, 2) liegt auf y = √x. Welcher Punkt liegt auf y = √(x − 1) + 3?
    • (5, 5)
    • (3, 5)
    • (5, −1)
    • (4, 5)
  9. Welche Änderung bewirkt g(x) = f(−x)?
    • Spiegelung an der y-Achse
    • Spiegelung an der x-Achse
    • Verschiebung um 1 nach links
    • Keine Änderung
  10. g(x) ist y = x³ um 2 nach unten verschoben. Was ist g(2)?
Häufige Fehler
  • y = (x + 2)² als „um 2 nach rechts verschieben“ lesen. x + 2 = x − (−2), also h = −2: Der Graph wandert um 2 nach links. Der Scheitelpunkt liegt bei (−2, 0). Probe: (−2 + 2)² = 0.
  • f(x + 2) und f(x) + 2 für denselben Graphen halten. Für f(x) = x² verschiebt f(x + 2) = (x + 2)² um 2 nach links, f(x) + 2 = x² + 2 dagegen um 2 nach oben. Bei x = 1 ergeben sich 9 und 3.
  • Den Punkt (2, 4) auf y = x² auf (5, 3) bei y = (x + 3)² − 1 abbilden. Hier gilt h = −3, also wandert x nach links: (2 − 3, 4 − 1) = (−1, 3). Probe: (−1 + 3)² − 1 = 3.
Hinweis für LehrkräfteDie Regel für seitliche Verschiebungen bleibt oft nicht hängen, und ein Merkspruch allein hilft nicht. Eine Tabelle schon. Schreibe x = 1, 2, 3, 4 und die Werte von (x − 3)² auf: 4, 1, 0, 1. Die 0 ist zu x = 3 gewandert; das lässt sich sehen. Behandle zuerst Verschiebungen in y-Richtung, weil sie den Erwartungen entsprechen, dann seitliche Verschiebungen, Spiegelungen und Streckungen. Bei zwei oder drei kombinierten Änderungen hilft es, nur einen Punkt wie den Scheitel oder die Spitze zu verfolgen statt der ganzen Kurve.
Das Wichtigste
  • f(x) + k: um k nach oben (für k < 0 nach unten).
  • f(x − h): um h nach rechts; f(x + h): um h nach links.
  • −f(x): Spiegelung an der x-Achse; f(−x): an der y-Achse.
  • a·f(x): Streckung für a > 1, Stauchung für 0 < a < 1. Ein Punkt (x, y) wird zu (x + h, a·y + k).
Quellen zu diesem Kurs (8)
  • Curriculum: 교육부 고시 제2022-33호 [별책 8] 수학과 교육과정 (ncic.re.kr/inv/org/download.do?year=2022&seq=10003559&orgType=ogi4, PDF read 2026-10-19: 중학교 1~3학년군 [9수02-06] 그래프 해석(증가와 감소), [9수02-14] 함수의 개념·함숫값, 용어 함수·함숫값·기울기·평행이동, 고려 사항 「한 양이 변함에 따라 다른 양이 하나씩 정해지는 두 양 사이의 대응 관계를 이용하여 도입」; 고등학교 공통수학2 [10공수2-01-06] 평행이동, [10공수2-01-07] 원점·x축·y축·직선 y = x에 대한 대칭이동, [10공수2-03-01] 함수의 개념(두 집합 사이의 대응 관계), [10공수2-03-02] 합성함수, [10공수2-03-03] 역함수, 용어 정의역·치역·공역·대응·일대일대응·일대일함수·합성함수·역함수, 기호 f: X → Y, g ∘ f, (g ∘ f)(x), y = g(f(x)), f⁻¹, y = f⁻¹(x), 교수·학습 용어 조건제시법; 미적분Ⅰ 용어 구간·닫힌구간·열린구간 [a, b], (a, b), 평균변화율, [12미적Ⅰ-02-07] 증가와 감소, 극댓값·극솟값)
  • Textbook: OpenStax, College Algebra 2e, 3.1 Functions and Function Notation (relation, domain and range of ordered pairs, {(1, 2), (2, 4), (3, 6), (4, 8), (5, 10)}, the odd/even relation that is not a function, coffee menu prices, vertical line test, horizontal line test, one-to-one: openstax.org/books/college-algebra-2e/pages/3-1-functions-and-function-notation)
  • Textbook: OpenStax, College Algebra 2e, 3.2 Domain and Range (no even root of a negative number, no division by 0, interval notation with brackets and parentheses, (0, 100] for "more than 0 and at most $100", {(2, 10), (3, 10), (4, 20), (5, 30), (6, 40)}: .../pages/3-2-domain-and-range)
  • Textbook: OpenStax, College Algebra 2e, 3.3 Rates of Change and Behavior of Graphs (average rate of change, increasing and decreasing intervals, local maxima and minima: .../pages/3-3-rates-of-change-and-behavior-of-graphs)
  • Textbook: OpenStax, College Algebra 2e, 3.4 Composition of Functions (f(g(x)); f(x) = 2x + 1 and g(x) = 3 − x give f(g(x)) = 7 − 2x and g(f(x)) = −2x + 2, so composition is not commutative; c(s) calories and s(t) sit-ups; f(x) = 1/x and g(x) = x − 3: .../pages/3-4-composition-of-functions)
  • Textbook: OpenStax, College Algebra 2e, 3.5 Transformation of Functions (g(x) = f(x) + k vertical shift, f(x − h) horizontal shift, −f(x) and f(−x) reflections, af(x) stretches and compressions, roof vent example S(t) = V(t) + 20 (open vent area in square feet plus 20): .../pages/3-5-transformation-of-functions)
  • Textbook: OpenStax, College Algebra 2e, 3.7 Inverse Functions (f⁻¹ is not an exponent and not 1/f, C = (5/9)(F − 32), 75 °F is about 24 °C, 26 °C is about 79 °F, x² restricted to [0, ∞), reflection about y = x: .../pages/3-7-inverse-functions)
  • History block only: MacTutor, University of St Andrews, The function concept (Leibniz, August 1673, the word "function"; Johann Bernoulli's letter of 2 September 1694; Euler, Introductio in analysin infinitorum 1748 and Institutiones calculi differentialis 1755; Dirichlet 1837; Goursat 1923 "y = f(x)": mathshistory.st-andrews.ac.uk/HistTopics/Functions)

Abgerufen: 2026-10-18