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Ableitungen

In sechs Einheiten lernst du die Ableitung kennen: die Steigung einer Kurve an einem einzelnen Punkt. Du definierst sie als Grenzwert von Sekantensteigungen, betrachtest sie als neue Funktion mit eigenem Graphen und lernst Regeln zum schnellen Ableiten. Danach geht es um Geschwindigkeit, Beschleunigung sowie die höchsten und tiefsten Punkte eines Graphen. Im Analysis-Labor lässt du eine Sekante in eine Tangente übergehen und ziehst eine Tangente an der Kurve entlang, während sich die Steigung laufend ändert.

Fortschritt

Über diesen Kurs

Von allen Rechtecken mit dem Umfang 40 hat das Quadrat mit 10 mal 10 den größten Flächeninhalt. Ein Stein, der aus 64 Fuß Höhe fallen gelassen wird, schlägt bei t = 2 mit 64 Fuß pro Sekunde auf. Beide Antworten stammen aus derselben Idee: der Ableitung, der Steigung einer Kurve in einem einzigen Punkt. Der Kurs baut sie von Grund auf, beginnend mit der Sekante von x = 1 bis x = 1 + h an f(x) = x², deren Steigung genau 2 + h ist, sodass 2 übrig bleibt, wenn h schrumpft.

Die sechs Einheiten führen von der Definition zur Anwendung. Zuerst wird die Ableitung definiert, dann die Ableitung als Funktion: Für x² ergibt die eine Formel f′(x) = 2x den Wert −6 bei x = −3, 0 ganz unten und 6 bei x = 3. Die Potenzregel folgt, sodass die Ableitung von x¹⁰ gleich 10x⁹ ist, ohne dass ein Grenzwert nötig wäre. Produkt-, Quotienten- und Kettenregel kommen als Nächstes, und die Kettenregel liefert die Ableitung von (3x + 1)⁴ in einer Zeile, statt fünf Terme auszumultiplizieren. Änderungsraten machen aus der Höhe eine Geschwindigkeit, und die letzte Einheit sucht Stellen mit der Steigung null, um höchste und tiefste Punkte zu finden. Im Analysis-Labor ziehst du einen Punkt, sodass eine Sekante zur Tangente schrumpft, und ein lila Punkt auf der gestrichelten Ableitungskurve liegt in der Höhe der Steigung, die du gerade abliest. Mit f(x) = x³ − 3x kannst du über Hoch- und Tiefpunkt fahren und zusehen, wie die Steigung null erreicht.

Bevor du anfängst

Die Ableitung ist als Grenzwert von Sekantensteigungen definiert, beginne also mit Grenzwerte. Sicherer Umgang mit Exponenten, dem Ausmultiplizieren von Klammern und der Steigung einer Geraden hilft durchgehend, und die Einheit zu Produkt-, Quotienten- und Kettenregel leitet auch Sinus und Kosinus ab, daher hilft etwas Vertrautheit mit diesen Funktionen.

Wenn du fertig bist

Danach kannst du die Ableitung von x² aus dem Differenzenquotienten finden, f′(x) = 2x als Steigung für jedes x lesen und x¹⁰ mit der Potenzregel ableiten. Du nutzt Produkt-, Quotienten- und Kettenregel, machst aus einer Höhenformel Geschwindigkeit und Beschleunigung für einen fallenden Stein und zeigst, dass das 10-mal-10-Quadrat bei Umfang 40 die größte Fläche hat.

  1. 1Die Ableitung definierenFür f(x) = x² beträgt die Sekantensteigung von x = 1 bis x = 1 + h genau 2 + h. Lässt du h gegen null gehen, bleibt nur 2 übrig.
  2. 2Die Ableitung als FunktionDie Steigung von y = x² ist −6 bei x = −3, unten 0 und bei x = 3 gleich 6. Eine einzige Formel, f′(x) = 2x, liefert alle Werte.
  3. 3Potenzregel und GrundregelnDie Ableitung von x¹⁰ ist 10x⁹. Ziehe den Exponenten nach vorne und verringere ihn um eins. Dafür brauchst du keinen Grenzwert.
  4. 4Produkt-, Quotienten- und KettenregelBeim Ausmultiplizieren von (3x + 1)⁴ entstehen fünf Terme. Mit der Kettenregel erhältst du die Ableitung 12(3x + 1)³ in einer Zeile.
  5. 5Ableitungen als ÄnderungsratenEin aus 64 Fuß Höhe fallengelassener Stein hat die Höhe −16t² + 64. Einmaliges Ableiten liefert seine Geschwindigkeit −32t. Bei t = 2 trifft er mit 64 Fuß pro Sekunde auf den Boden.
  6. 6Maxima und MinimaUnter allen Rechtecken mit Umfang 40 hat das Quadrat mit Seitenlängen 10 und 10 die größte Fläche. Mit der Ableitung findest du es, indem du nach der Steigung null suchst.
Quellen zu diesem Kurs (10)
  • OpenStax, Calculus Volume 1 : 2.1 A Preview of Calculus (tangent as the limit of secants; rock s(t) = −16t² + 64; stone h(t) = 15t − 4.9t² in the exercises: openstax.org/books/calculus-volume-1/pages/2-1-a-preview-of-calculus)
  • chapter 3 Derivatives: 3.1 Defining the Derivative (difference quotient, f′(a) = lim (f(a + h) − f(a))/h, tangent line: .../pages/3-1-defining-the-derivative)
  • 3.2 The Derivative as a Function (graphing f′, differentiability implies continuity, |x| has a corner at 0, higher derivatives: .../pages/3-2-the-derivative-as-a-function)
  • 3.3 Differentiation Rules (constant, power, sum, difference, constant multiple, product and quotient rules: .../pages/3-3-differentiation-rules)
  • 3.4 Derivatives as Rates of Change (position, velocity, speed, acceleration: .../pages/3-4-derivatives-as-rates-of-change)
  • 3.5 Derivatives of Trigonometric Functions (d/dx sin x = cos x using lim (sin h)/h = 1 and lim (cos h − 1)/h = 0: .../pages/3-5-derivatives-of-trigonometric-functions)
  • 3.6 The Chain Rule (.../pages/3-6-the-chain-rule)
  • chapter 4: 4.3 Maxima and Minima (critical points, Fermat's theorem, extreme value theorem, closed interval method: .../pages/4-3-maxima-and-minima)
  • 4.5 Derivatives and the Shape of a Graph (first derivative test: .../pages/4-5-derivatives-and-the-shape-of-a-graph)
  • 5.3 for Newton and Leibniz working in the late 1600s and early 1700s (.../pages/5-3-the-fundamental-theorem-of-calculus).

Abgerufen: 2026-10-17